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KOINA Autonome Geldschöpfung

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Autonome Geldschöpfung
Krypto- währungen auf dem Vormarsch
Wie die Zukunft des Geldes und der Finanzsysteme genau aussieht, vermag wohl niemand seriös zu sagen. Fakt ist, Parallelwährungen befinden sich trotz einiger Stolpersteine auf dem Vormarsch und sorgen für Veränderungen im Geldwesen, allen voran Kryptogelder. Sie komplementieren offizielle Währungen und dienen den unterschiedlichsten Zwecken. So startet mit Koina in Kürze ein alternatives Geldsystem, das eine autonome Geldschöpfung und damit eine völlig neue Art der Finanzierung ermöglicht. Damit soll vor allem nachhaltige Produktion gefördert und wettbewerbsfähiger werden.

Grundsätzlich kann eine Kryptowährung – wie jedes andere Zahlungs-
mittel auch – dazu genutzt werden, Produkte und Dienstleistungen über den elektronischen Weg zu kau-
fen. Eine große Besonderheit dieser digitalen Währungen ist, dass sie von kryptographischen Algorithmen und Protokollen gesteuert werden. Bei diesen handelt es sich meistens um Open Source und sie können nicht nur von einem zentralen Bankinstitut oder einer Behörde, sondern in der Regel von jedem genutzt werden. Die bisher wohl bekannteste Kryptowäh- rung Bitcoin gibt es seit 2008. Nach jahrelangen Spekulationen hatte sich im Mai Computerfachmann und Unternehmer Craig Steven Wright als Bitcoin-Gründer präsentiert, bisher war der Welt nur das Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ bekannt. Der Australier legte als Beweis unter anderem den
sogenannten Krypto-Schlüssel vor. Ob es sich bei Wright wirklich um den Gründer handelt, wird mitunter noch bezweifelt, erscheint aber im Zuge der Entwicklung virtueller Währungen unwichtig. Denn inzwischen gibt es weltweit wohl über 3.000 weite-
re Kryptowährungen.

Maßgebliche Treiber dieser Geldrevolution: die Schwächen des aktuellen Geldsystems, die in Form von schweren Finanz- krisen und drohenden Staatspleiten immer deutlicher zu Tage treten, und der Bedeutungsverlust des Bargeldes. So hat beispielsweise nicht nur die Eu- ropäische Zentralbank (EZB) das Aus für den 500-Euro-Schein beschlossen – nur noch bis Ende 2018 soll die größte Banknote des Euroraums ausgegeben werden –, auch wird in der deutschen Politik immer stärker eine Obergrenze für Bargeldzahlungen diskutiert. Selbst hochrangige Bankenvertreter rechnen damit, dass in zehn Jahren Bargeld wahrscheinlich nicht mehr existieren wird.
Ein elementarer Faktor ist jedoch die Computertechnologie. Heutzutage ist es technisch möglich, unterschiedlichs- te Prozesse zu dezentralisieren und ge- nau das geschieht zurzeit überall in der Welt. Auch Banken und Regierungen sind von dieser Entwicklung betroffen.

Gerade die hierbei deutlich niedrigeren Transaktionskosten besit- zen wirtschaftliche Relevanz. Ökono- men des Kopenhagener Konsens haben errechnet, dass bei einer Reduktion der Transaktionskosten um 0,1 Prozent der Wohlstand der betroffe- nen Gemeinschaft um ein Vierfaches steigt. Ferner kann die Blockchain, also die Datenbank, die sämtliche jemals vorgenommenen Transakti- onen zeitlich aneinanderreiht bzw. dokumentiert, durchaus das Verant- wortungsbewusstsein für jede getätigte finanzielle Aktivität erhöhen, denn alle Vorgänge sind transparent und von jedem einsehbar. Dennoch sind die Konten in Kryptowährungen aktuell noch anonym. Aber in Verbindung besonders interessantes Instrument für Behörden darstellen, denn alles würde nachvollziehbar. Daran wird gerade gearbeitet. Darüber hinaus ist diese „Trusted Technology“ so sicher, dass es nicht einmal der National Security Agency (NSA) – der größte Auslandsgeheim- dienst der Vereinigten Staaten – bis- lang gelungen ist, sie zu knacken. Aus diesem Grund interessieren sich immer mehr Banken und andere Unterneh- men dafür.

Fast alle Altcoins sind in der Geld- menge künstlich limitiert. Ziel dieses Währungsdesigns ist es, den Wert
des Geldes mit der Nachfrage steigen zu lassen, und so sind sie mehr oder weniger freiwillig Spekulationen und Kursschwankungen ausgeliefert. Der Wert eines Bitcoins lag zwischenzeit- lich bei über 1.000 Dollar und daniel_ommliegt aktuell bei circa 400 Dollar. Auch in dem zuletzt immer öfter erwähnten Onecoin erkennen nicht wenige ledig- lich eine weitere Spekulationsmöglich- keit. Letztlich wird dem Markt durch solche deflationären Systeme Liqui- dität entzogen. Ein weiterer ökologi- scher und ökonomischer Aspekt: Um beispielsweise Bitcoins zu erzeugen, muss ein mathematisches Problem gelöst werden, ein als „Mining“ bekannter Prozess. Grenzüberschreitend und ohne Zeitverzögerung
Als größter Vorteil virtueller Wäh- rungen wird dieses dezentrale Prinzip gesehen und der damit einhergehen- de Schutz vor direkten staatlichen Eingriffen. Ein weiterer Aspekt ist die Anonymität, mit der ein Konto eröff- net werden kann – oftmals kostenfrei und ohne lange Überprüfungs- und Bearbeitungszeiten. Selbiges gilt für Transaktionen: Grenzüberschreitend und ohne Zeitverzögerungen kann jeder überall auf der Welt mit relativ wenigen Hindernissen Überweisungen
mit Identitäten (KYC) würden sie ein
Die größte Bank- note des Euro- raums soll nur noch bis Ende 2018 ausgegeben werden

Da dieser Prozess mit der Zeit immer komplexer wird, steigt synchron dazu der benötigte Rechen- und somit letztendlich auch der Energieaufwand. Nachhaltig ist das nicht. Nichtsdes- totrotz setzen sich Kryptowährungen immer stärker durch und ergänzen zweifelsohne die bisherigen Geld- und Währungssysteme durch eine Vielzahl neuer Optionen. Finanzierung nachhaltiger Produktion
So hat sich zum Beispiel die Schweizer Koina AG zum Ziel gesetzt, ein Geld- system ins Leben zu rufen, das bekann- te Fehler des aktuellen Geldsystems sowie der Kryptogelder ausschließt, um nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen und die nötige Liquidität dem Markt zu gewährleisten. „Damit soll vor allem nachhaltige Produktion gefördert und wettbewerbsfähiger gemacht werden“, erklärt CEO Daniel Neis. „Im Endeffekt geht es darum, globale Wertschöpfungsketten so zu fi- nanzieren, dass Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette möglich wird, denn in einer vernetzten Welt benötigt es vernetzte Lösungen.“
Inspiration fand das Schweizer Unternehmen in der chinesischen Geschichte. Über Jahrtausende
hinweg praktizierte das Reich der Mitte das Kreditsystem Fei Lun („fliegendes Rad“) – eine Art zinsfreies Anschreiben und Verrechnen beim Bezahlen von Gütern. „Das Prinzip
des KOINA-Geldsystems ist einfach, die Technik dahinter jedoch kom- plex“, führt Daniel Neis genauer aus. Die Konten der Kunden liegen im Koina-System nicht auf dem zentra- len Server einer Bank, sondern bei jedem Kunden persönlich, das heißt Server plus Client befinden sich auf dem Computer, Tablet oder Handy des jeweiligen Kunden. Gleichzeitig sind die Konten aller Kunden im Koina-System miteinander vernetzt.

Alle Transaktionen beziehungsweise Kontostandveränderungen werden vom Netzwerkprotokoll erfasst und synchronisiert. Somit ist Koina nicht nur dezentral, sondern sogar völlig „Peer-to-Peer“ (P2P). „Das Revolutio- näre daran ist, dass nicht ein Bankan- gestellter über eine Kreditvergabe entscheidet und dann per Klick tabubruch-2den Kontostand des Kreditnehmers erhöht, sondern das übernimmt im KOI- NA-Markt jeder Teilnehmer selbst, ebenso einfach per Klick“, erläutert
der CEO. Das sei autonome Geld- schöpfung und eine echte Weltneuheit. Natürlich gebe es im Koina-System Regeln, um sicherzustellen, dass alles reibungslos funktioniert. Diese Regeln werden durch sogenannte Smart Contracts automatisiert ausgeführt. Marktteilnehmer können innerhalb dieses Systems also individuell Geld zur Finanzierung ihrer Produktion schöpfen, indem sie als Sicherheit ihre zukünftige Produktion hinterlegen. Je sicherer dieses Lieferversprechen und je nachhaltiger die Produktion von anderen Marktteilnehmern bewertet wird, desto günstiger sind dabei die Kreditkonditionen.

Als Beispiel führt Neis eine Bäckerei an, die einen neuen Shop eröffnen möchte. Der Bäcker kann sich bei seiner Bank um einen Kredit bemühen, indem er Sachwerte als Sicherheit hinterlegt (z. B. eine Ma- schine), oder er kann seine zukünftige Produktion als Sicherheit „verbriefen“, wobei er dadurch rechtsverbindlich zusichert, seine Produkte gegen Koina zu verkaufen. Im Gegenzug kann er sich nach bestimmten Regeln den benötigten Kredit selbst schöpfen. Dazu gibt er die Daten seines Liefer- versprechens am Computer ein, wobei die maximale Höhe der Kreditsumme dem kalkulierten Verkaufserlös ent- spricht, der durch Vorbestellungen im Koina-Markt bestätigt werden muss. „Damit steht dem Bäcker wesentlich mehr Liquidität zur Verfügung als durch eine Bankfinanzierung, da die Produktion viel werthaltiger ist als angeschaffte Sachwerte, die ohnehin täglich an Wert abnehmen“, hält Neis fest. Der Betriebswirt ist seit fast zwei Jahrzehnten als Ecopreneur und Bera- ter mit den Schwerpunkten Marketing und Vertrieb international tätig. In den letzten Jahren fokussierte er sich auf die Entwicklung bzw. das Fördern nachhaltiger Wertschöpfung in moder- nen Gesellschaften. 2013 gründete er gemeinsam mit Kommunikationsdesi- gnerin und Industriekauffrau Rosanna Sieber die Koina AG. Ehrenamtlich managt er eine internationale Gruppe von Geldexperten.
Letztlich wird zinsfreier redit im Voraus ge- schöpft und Unternehmen können damit untereinander ihre Forderungen verrechnen. Rechtlich, systemisch und technisch funktionie- re dies letztlich nicht viel anders als die Geldschöpfung bei Banken. Die Geldschöpfung ist im Koina-System produzierenden Unternehmen oder entsprechenden Dienstleistern vorbe- halten, jedoch am System teilzuneh- men und Koina als Zahlungsmittel
zu verwenden, steht jedem offen. Verbraucher können Koina verdie- nen, aber nicht schöpfen. „KOINA
ist zins- und inflationsfrei und bleibt aufgrund seiner Währungsarchitektur stets stabil, wodurch er im Laufe der Zeit mehr Kaufkraft besitzen wird als offizielle Währungen“, erklärt Neis. Der offizielle Markteintritt wird 2017 erfolgen, der Vorverkauf der Lizenzen, um Koina zu schöpfen, startet jedoch bereits diesen Sommer.

rasonaKonsument wird aktiver Mitgestalter
Unternehmen zahlen eine jährliche, nach gewünschter Kredithöhe gestaf- felte Lizenzgebühr für die Nutzung des Systems. Die Höhe und Laufzeiten der Kredite liegen in der Verantwortung des Unternehmers, was ein effizien-
tes Instrument zur Optimierung des Cashflows ist. Als Basis hierfür dient das Lieferversprechen, das der Un- ternehmer in den Markt abgegeben hat und von diesem auch bestätigt Rosanna Sieber, CCO der Koina AG oder „eingeschätzt“ werden
muss. Koina-Kredite sind sehr attraktiv. „Insgesamt sind,
alle Faktoren eingerechnet, Kosteneinsparungen von mehr
als einem Drittel in der Produk-
tion realisierbar!“, berichtet CCO Rosanna Sieber. Dieses Plus an finan- ziellem Spielraum biete Unternehmen die Chance, nachhaltiger zu agieren, wodurch wiederum Konsumenten profitieren. Und zwar von sinkenden Preisen im Wettbewerb sowie einem größeren Angebot an nachhaltigen Produkten. Anreize hierfür schaffe
ein Bewertungsinstrument, welches unter anderem die Konditionen für weitere Kreditschöpfungen eines Unternehmens beeinflusst – je besser ein Unternehmen beziehungsweise
ein Lieferversprechen von anderen Marktteilnehmern eingestuft wird, desto besser werden die Konditionen für künftige Kreditschöpfungen. Hier- bei spiele nachhaltige Produktion eine große Rolle, ebenso wie die Kunden- zufriedenheit, also der „gute Ruf“ eines Unternehmens. „Auch Kundenwün- sche werden vermehrt einbezogen, um das Angebot optimieren zu können, wodurch der Konsument zum aktiven Mitgestalter des Marktes wird.“ Sieber erinnert hier daran, dass dies wiede- rum weitere Kosteneinsparungen auf Unternehmensseite bringen kann, weil weniger am Markt vorbei produziert wird.
Das System prüft automatisch die Einhaltung der Verpflichtungen seitens der Unternehmen anhand der Verkäu- fe und anderer generierter Daten. Für alle Teilnehmer sind sämtliche Liefer- versprechen und Bewertungen sicht- bar, nicht aber die Kontostände. Nach dem Verkauf der Produkte ist es jedem Unternehmer selbst überlassen, wann er den Kredit tilgt. Abhängig von Laufzeit und Kredithöhe fallen geringe Gebühren an; je schneller der Unter- nehmer das selbst geschöpfte Geld ausgibt und je schneller der Kredit zurückgezahlt wird, desto günstiger ist
Um Koina in die Welt zu bringen, haben sich die Macher für virales Off- line-Marketing entschieden, obwohl
es ein digitales Produkt ist. Da es aber Erklärung und eine gewisse Einfüh- rung benötigt, mache es Sinn, das Marketing dem Weg des Geldes anzu- passen. Denn nichts sei viraler als Geld und Mund-zu-Mund-Propaganda von jeher das beste Marketing. Wenn ein Unternehmen Koina-Geld schöpft und dann z. B. seine Lieferkette in den beschriebenen Prozess mit einbindet, verbreitet sich Koina genau dort, wo er benötigt wird und den meisten Nutzen stiftet. Natürlich erhalten dann die „Verbreiter“ des Koina eine Vermitt- lungsprovision. „Das ist ein virales, dezentrales Geschäftsmodell“, wie
Neis hervorhebt. Begleitet wird diese Vermarktungsstrategie natürlich auch online. Ein digitales Produkt offline
zu promoten sei sehr spannend, denn es liefere vor allem einen Mehrwert
auf menschlicher Ebene, der leider
im digitalen Raum oftmals verloren Der offizielle Koina- Markteintritt wird 2017 erfolgen der Kredit. Jeder zurückgezahlte Kredit wird per Tilgung systemisch gelöscht, so wie auch eine Bank die als Kredit geschöpfte Geldmenge nach Rück- zahlung, also nach Tilgung, löscht. Im Betrugsfall folgt der Ausschluss aus dem System sowie gegebenenfalls ein rechtliches Mahnverfahren.

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